Heimat- und Kulturkreis Oftersheim
Wir über uns

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Wenn man die Entstehungsgeschichte, die zur Gründung des Vereins führte, zurückverfolgt, ist mit dem Jahr 1972 zu beginnen. Die Gemeinde erwarb damals das etwa 887 qm große Grundstück Mannheimer Straße 59, auf dem sich ein alter Bauernhof nach fränkischem Muster befand. Daraufhin wurden von der Verwaltung und dem Gemeinderat Überlegungen angestellt, wie die geräumige Hofanlage nach Umbau und Renovierung einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden könne.

Es wurde entschieden, den ehemaligen Pferdestall mit 82 qm auf der linken Hofseite für die Einrichtung einer Sammlung heimatgeschichtlicher Gegenstände umzubauen. Nach Beendigung der umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten in den Jahren 1975 und 1976 machte es keine Mühe im Jahr 1977, mit den reichlich zur Verfügung stehenden Exponaten den vorgesehenen Raum sinnvoll und übersichtlich mit heimatgeschichtlichen Gerätschaften auszustatten. In den folgenden Jahren konnte an bestimmten Tagen das Museum besichtigt werden, und Führungen durch fachkundige Personen waren nach Anmeldung möglich.

Durch die Auflösung von Haushalten und der Aufgabe kleinbäuerlicher Betriebe und Werkstätten überließ man der Gemeinde laufend Gegenstände für Museumszwecke zur Aufbewahrung.

Nachdem im Gemeindezentrum, Mannheimer Strasse 59, eine nicht unerheblich Sammlung heimatgeschichtlicher Gegenstände eingerichtet war, entstanden im Rathaus Überlegungen, wie man am besten Oftersheimer Kultur, Bräuche und Geschichte sinnvoll erhalten und neu beleben könnte. Gleichzeitig wurde ein wachsendes Interesse der Bürgerschaft für die Erhaltung, Weiterführung und Darstellung heimatlichen Brauchtums aus vergangenen Zeiten deutlich. Dazu kamen wertvolle Denkanstöße durch das Oftersheimer Anekdotenbuch von Altbürgermeister Karl Frei.

Man war sich jedoch darüber klar, dass Heimatgeschichte aufzuarbeiten, zu pflegen und sie in sinnvoller Weise öffentlichkeitsnah zu machen, niemals die Aufgabe Einzelner sein kann, sonder der Unterstützung vieler bedarf.
So war es nur verständlich, dass die Einladung des Bürgermeisters zu einer Zusammenkunft am 01.03.1982 im Bürgersaal des Rathauses eine gute Resonanz fand und der angeschriebene Personenkreis fast vollzählig der Einladung folgte.

Der Bürgermeister informierte über den aktuellen Stand und entwickelte die Vorstellung der Gemeinde für ein mittel- und langfristiges Programm zur Aktivierung dieser Arbeit. Die Bildung von Arbeitsgruppen für bestimmte Tätigkeiten hielt er für empfehlenswert.

Eine weitere Zusammenkunft des interessierten Personenkreises erfolgte am 19.04.1982 im Kellerraum des Gemeindezentrums. 21 Personen waren dazu erschienen. Zunächst gab Bürgermeister Kehder bekannt, dass die Gemeinde in der letzten Zeit das unmittelbare Nachbaranwesen, Mannheimer Strasse 61, von dem Landwirt M. Koppert erworben habe und geplant sei, das gesamte Anwesen nach Umbau und Renovierung zur Erweiterung der Sammlung heimatgeschichtlicher Gegenstände sowie eines Waldmuseums einzurichten. Während bei den bisherigen Treffen Vorschläge und Überlegungen über zukünftige Arbeitsweisen und Organisationsformen die Diskussion bestimmten, war es Ziel dieser Zusammenkunft, weitere und konkretere Grundlagen für die kommende Arbeit festzulegen.

So wurde als nächster Schritt der Vorschlag des Bürgermeisters zur Bildung von Arbeitskreisen begrüßt und umgehend verwirklicht. Danach sollte die zukünftige Arbeit in Sachgebiete eingeteilt und diese dann den einzelnen Arbeitskreisen zugewiesen werden.

Vier Arbeitskreise wurden zunächst gebildet:

  • HEIMATKUNDE (laufende Museumsarbeit, Entwicklung eines Raumprogramms)

  • GEMEINDEARCHIV (Aufbereitung des Gemeindearchivs und Aufbau einer heimatkundlichen Bibliothek)

  • VOLKSKUNDE UND BRAUCHTUM (Pflege von Volkskunde und des heimatlichen Brauchtums in der Kurpfalz)

  • VERANSTALTUNGEN (Fuß- und Radwanderungen, Oftersheimer Abende)

  • BILD UND DOKUMENTATION (Dokumentierung und Archivierung des Dorfgeschehens)

Am 14.12.1982 ergab ein Meinungsaustausch von Bürgermeister Kehder und den Herren K. Frei, H. Götz, W. Zipf, E. Seitz und Ph. Pfisterer, dass die zu bewältigenden Aufgaben nur dann befriedigend gelöst werden können, wenn ein Verein gegründet wird, der mit beratender Unterstützung der Gemeinde sich künftig den vielfältigen Aufgaben stellt. Der Verein wurde am 28. März 1983 in einer Gründungsversammlung im Rathaus ins Leben gerufen.

Der Verein hat zur Zeit über 575 Mitglieder.